Es ist schon diskriminieren, dass behauptet wird, Milchmädchen könnten nicht rechnen. Der Volksmund setzt eine Milchmädchenrechnung mit einem Trugschluss gleich, das finde ich nicht korrekt.

Milchmädchen aller Länder vereinigt euch und legt eure (korrekten) Rechnungen offen!
Diese vorurteilsbehaftete Redewendung von der Milchmädchenrechnung wirft doch die Frage nach der Herkunft auf. Wie kommt man dazu, solche Behauptungen aufzustellen?
Die Wendung basiert auf einer Fabel von Lafontaine in der sich ein Mädchen Gedanken darüber macht, wie sie das Geld, das sie vom Verkauf der Milch verdient, am besten anlegen kann. Übermütig über den zu erwartenden Gewinn aus ihrer Anlage, beginnt sie das Hüpfen und verschüttet dabei die Milch. Aus der Traum vom großen Geld.
Bekannt als Redewendung wurde die Milchmädchenrechnung aber erst durch die Adaption dieser Fabel von Johann Wilhelm Ludwig Gleim. Er schrieb die Fabel von der "Milchfrau" - nachzulesen auf Projekt Gutenberg.
Diese Fabelvariante wurde so berühmt, dass daraus die sprichwörtliche Milchmädchenrechnung resultiert. Seit dem hält sich dieses Vorurteil, dass Milchmädchen nicht rechnen können.
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Adam Ries(e)








